Sammelsurium – Gezeichnete Literatur jetzt auch per Katalog

Werksammlung des Grafikers Andreas Noßmann
Westfalenpost

Hinter der Ironie scharfer ErnstEnnepetal. (tes) Die Bezeichnung „Künstler“ hört er nicht gerne. „Ich bin Zeichner und Grafiker. Ob es sich wirklich um Kunst handelt – das sollen die anderen entscheiden“, verrät Andreas Noßmann über sich selbst. Unter dem Titel „Sammelsurium“ ist im Wittener „Westerweide Verlag“ jetzt eine Werksammlung des bekannten Ennepetalers herausgegeben worden.
In dem umfangreichen Katalog, der mit finanzieller und ideeller Unterstützung der Düsseldorfer Galerie Norbert Blaeser zustande kam, finden sich Zeichnungen, Bücher und Plakate aus der Feder von Andreas Noßmann wieder.
Nachdem der 32jährige an der Gesamthochschule-Universität Wuppertal sein Studium „Kommunikationsdesign“ mit den Schwerpunkten „Freie Grafik“ und „Malerei“ abgeschlossen hatte, ließ er sich 1987 als freiberuflicher Zeichner und Grafiker in Ennepetal nieder. Sein Atelier befindet sich an der Kölner Straße.
Einen Namen machte sich der Ennepetaler durch zahlreiche Ausstellungen. Im Künstler-Eldorado Worpswede waren seine Werke genauso zu sehen wie in München, Düsseldorf, Dortmund, Münster, Mannheim oder im Nürnberger Theater. Viele Buchveröffentlichungen sollten folgen. Außerdem gestaltete Noßmann die Plakate „Orpheus in der Unterwelt“ und die „Lustige Witwe“ für das Aalto Theater in Essen.
„Im Gegensatz zu den Malern“, so Noßmann, „stoßen Zeichner und Grafiker in eine relativ kleine Marktlücke. Wir werden von der Kunstszene noch recht stiefmütterlich behandelt. Das liegt daran, daß wir mehr mit Inhalten als mit der Kraft der Farben arbeiten.“
Der Ennepetaler hat sich auf musikalisch-literarische Themen spezialisiert. Erotische Motive spiegeln sich in seinen Zeichnungen genauso wider, wie handfeste Gesellschaftskritik oder menschliche Schwächen, die aufs Korn genommen werden.
„Sammelsurium“ kann zum Preis von 35 Mark über den Buchhandel oder direkt bei Andreas Noßmann, Tel. 02333/4461, bezogen werden. Kunstliebhaber, die sich sputen, können auch noch eine von insgesamt 150 Vorzugsausgaben ergattern. Für den Preis von 140 Mark erhalten die Käufer dann als kostenlose Zugabe eine signierte Farbgrafik des Ennepetaler Zeichners.

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