Andreas Noßmann – Die Zeichnung

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titel3Das Zeichnen gilt unbestritten als unverzichtbare Grundvorraussetzung für jede bildnerische Tätigkeit. Egal ob im angewandten oder im künstlerischen Bereich. Und dennoch wird gerade hinsichtlich dieser unumstößlichen Tatsache von vielen, allzu oft, der zweite vor dem ersten Schritt gewählt.

Doch warum ist das eigentlich so? Also, das Interesse am Zeichnen lernen selber im Allgemeinen so gering? Vielleicht deshalb: Im Gegensatz zur Malerei ist die Zeichnung in ihrer Wesentlichkeit grundsätzlich von rein linearer Natur. Sie ist erst einmal völlig flächen- und farblos. Allein die Linie, der Strich des Stiftes, erfasst den Raum, das jeweilige Objekt in ihm und dessen Form in seiner Wesentlichkeit. Selbst flächenähnliche Ansätze, in der Zeichnung, werden vorerst nur durch die reine Linie, mittels „Schraffur“, erarbeitet. Aber gerade eben durch die Beschränkung der Mittel, der Reduktion auf die Linie selber, kann sich das Verständnis hinsichtlich räumliches Denken am besten weiter entwickeln.

Natürlich kann man eine Zeichnung auch stellenweise, mittels lasierender Farben sogar ergänzen, ebenso wie man in ein Aquarell hinein zeichnen kann, um sich allzu verlierende Flächen formal wieder einzufangen. Die Grenzen zwischen der klassischen Zeichnung und der Malerei sind, oder waren schon immer, fließend. Denn die jeweiligen Techniken schließen sich ja nicht aus und laden zu immer neuen Kombinationen und Variationen ein. Eine Zeichnung bleibt allerdings nur solange eine Zeichnung, wie die Linie, also der lineare Duktus, Bild bestimmend bleibt. Ob nun ein Bild noch eine Zeichnung ist oder doch schon eher ein Aquarell, ist für die Qualtität der Arbeit natürlich völlig unmaßgeblich. Es nicht mehr als eine handwerkliche Einordnung. Allerdings sollte die Kombination mit einer weiteren Technik nicht dazu dienen, die Schwächen der anderen zu überspielen.

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