Lese-Lust

Auch diese recht erfolgreiche Serie an Zeichnungen entstand eher zufällig. Im Vordergrund stand zuerst das Vorhaben, sich rein formal, mit einem extrem langen, schlanken Hochformat so beschäftigen, das erzählerische Inhalte für den Bertachter dennoch glaubhaft lesbar bleiben würden. Solch ein Format ist nämlich dafür natürlich eher ungeeignet. Aus einem, in einem beliebigen Motiv, eher zufällig platziertem Buch, wurden zwei, dann mehrere, dann gleich ganze Bücherwände. Denn die recht einfache geometrische Form des Buches suggeriert im Einzelnen mehr als nur eine Geschichte, einen Roman. Es kann Tagebuch, Skizzenbuch, ja, das gesammelte Wissen zu einem bestimmten Thema sein; eine komplette Bücherwand, die Welt; das Spielen mit dem Unwissen und Wissen, verleitet dann zu unzähligen Spielereien.