





Ich bin wahrlich kein Freund klassischer Tierdarstellungen – weder gemalt noch gezeichnet. Aber sobald es dramatisch wird, einen literarischen Bezug hat – wie bei Farm der Tiere oder Poes Der Rabe – oder einfach nur ungewöhnlich und witzig ist, wage selbst ich mich an ein Tiermotiv heran. So eben auch an diesen Hund. Mit Hunden kenne ich mich nun wirklich nicht aus; vielleicht könnte ich Lassie noch von einem Pudel unterscheiden, aber das war’s dann auch schon. Dieser hier erinnerte mich sofort an den kleinen „Terroristen“ aus einem alten Jack-Lemmon/Walter-Matthau-Film – mit erstaunlicher Ähnlichkeit zu seinem Herrchen.
Der schwarze Hintergrund ist diesmal etwas ungewöhnlich entstanden. Um zu testen, ob ich den Hintergrund wieder so stark abdunkeln sollte wie schon so oft, hielt ich eine mit Scriptol vollgeschmierte Pappe dahinter. Das Ergebnis – und vor allem die zufälligen Strukturen dieser Pappe – gefielen mir so gut, dass ich sie am liebsten 1:1 übernommen hätte. Nur war das Original viel zu dick und außerdem deutlich zu groß. Also habe ich sie eingescannt, auf die passende Größe skaliert und auf gutes Zeichenpapier ausgedruckt. Danach musste ich den Ausdruck mit der Schere exakt an die Silhouette des Hundes anpassen. Zum Schluss habe ich alles ganz schlicht mit Holzleim verbunden.
Fertig? Natürlich nicht. Jetzt begann das eigentliche Nachfärben erst richtig. Werdegang und Ergebnis könnt ihr wie immer im Video verfolgen.

Bleistift, Farbstift, Aquarell, Collage
Wvz. 5480
Format: 460 x 187 mm
Mai 2026
