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YouTube 2026

Hier finden Sie all meine bisherigen Videos aus dem Jahr 2026, die über die Wochen und Monate so entstanden sind und ich dort, auf YouTube, veröffentlicht habe. Ich hoffe, dass diese zum Verweilen einladen und eine etwas andere Einsicht in meine Arbeit geben können, als eine reine  Fotoserie. Wie immer empfehle ich sich diese zumindest auf einem Tablet, an einem PC oder Fernseher anzuschauen und nicht unbedingt auf dem Handy-Mäusekino. Aber jeder, wie er will …

[2011-2021] [2025] [2026]

Die zweite Fassung zu diesem Thema verschiebt die Perspektive radikal. Hier wird der Aufstand körperlich, eruptiv, beinahe ungestüm. Die Hühner sind nicht länger Symbole eines inneren Bruchs, sondern Akteure eines äußeren Geschehens. Bewegung dominiert das Bild: Flügelschläge, Krallen, ein kollektives Vorwärtsdrängen. Die Rebellion ist nicht mehr Idee, sondern Handlung. Während die erste Fassung die Tragik des Opfers betont, zeigt die zweite die Energie des Schwarms. Die Hühner wirken weniger wie Märtyrer und mehr wie eine Naturkraft, die sich Bahn bricht — unkoordiniert vielleicht, aber voller Dringlichkeit.

Es gibt unzählige Göttinnen in der griechischen Mythologie. Doch drei von ihnen, hoch oben auf dem Olymp thronend, ragen besonders hervor – und sie können einander nicht ausstehen. Jede beansprucht für sich, die Schönste unter den Schönen zu sein.

Die Göttin der Zwietracht, Eris, eine der ältesten Gestalten der mythischen Welt, erkennt diesen wunden Punkt sofort. Aus purer Lust am Chaos entfacht sie einen Streit, indem sie während eines göttlichen Festmahls einen goldenen Apfel auf den Tisch legt. Darauf steht: „Für die Schönste.“ Natürlich erheben alle drei Göttinnen Anspruch auf den Apfel. Doch keiner der Götter wagt es, ein Urteil zu fällen – selbst Zeus nicht. …

Ich bin wahrlich kein Freund klassischer Tierdarstellungen – weder gemalt noch gezeichnet. Aber sobald es dramatisch wird, einen literarischen Bezug hat – wie bei Farm der Tiere oder Poes Der Rabe – oder einfach nur ungewöhnlich und witzig ist, wage selbst ich mich an ein Tiermotiv heran. So eben auch an diesen Hund. Mit Hunden kenne ich mich nun wirklich nicht aus; vielleicht könnte ich Lassie noch von einem Pudel unterscheiden, aber das war’s dann auch schon. Dieser hier erinnerte mich sofort an den kleinen „Terroristen“ aus einem alten Jack-Lemmon/Walter-Matthau-Film – mit erstaunlicher Ähnlichkeit zu seinem Herrchen.

Die zweite Fassung zu diesem Thema verschiebt die Perspektive radikal. Hier wird der Aufstand körperlich, eruptiv, beinahe ungestüm. Die Hühner sind nicht länger Symbole eines inneren Bruchs, sondern Akteure eines äußeren Geschehens. Bewegung dominiert das Bild: Flügelschläge, Krallen, ein kollektives Vorwärtsdrängen. Die Rebellion ist nicht mehr Idee, sondern Handlung. Während die erste Fassung die Tragik des Opfers betont, zeigt die zweite die Energie des Schwarms. Die Hühner wirken weniger wie Märtyrer und mehr wie eine Naturkraft, die sich Bahn bricht — unkoordiniert vielleicht, aber voller Dringlichkeit.

Der Inquisitor verkörpert den Versuch, der Ungewissheit des Daseins zu entkommen. Er entsteht aus dem Wunsch, eine widersprüchliche Welt in eindeutige Formen zu zwingen. Wo das Leben offen ist, sucht er nach Halt; wo Freiheit schwindelerregend wird, verlangt er nach Regeln. Seine Urteile sind weniger Ausdruck von Stärke als von Angst: der Angst, dass alles auch anders sein könnte. So wird er zum Symbol einer Flucht vor der eigenen Freiheit.

Klein, schmächtig und mit einem Gesicht, das kaum den Schönheitsidealen der großen Traumfabrik entsprach – und doch wurde er zu einer ihrer markantesten Stimmen: Woody Allen, geboren 1935 in New York, machte sich als Regisseur, Schauspieler und Autor zahlreicher feinsinniger Komödien einen unsterblichen Namen. Seine Filme tarnten sich gerne als leichte Unterhaltung, während sie in Wahrheit präzise sezierten, was Menschen antreibt: Neurose, Sehnsucht, Liebe, Angst und die ewige Suche nach Sinn. Oft stand er selbst im Zentrum dieser Geschichten – als nervöser Intellektueller, als Großstadtromantiker, als Mann, der sich mit der Welt und vor allem mit sich selbst im Streit befindet.

Diese Zeichnung folgt abermals der Intention des Buches Animal Farm von George Orwell und thematisiert den „Aufstand der Hühner“.

Während im Roman die Hühner nur einen kurzen, aber symbolisch hoch aufgeladenen Moment der Rebellion darstellen, rückt die Darstellung hier ihre Perspektive ins Zentrum: jene der kleinsten, verletzlichsten und zugleich am stärksten ausgebeuteten Tiere des Hofes.

Golda Meir war eine der ungewöhnlichsten politischen Figuren des 20. Jahrhunderts: eine Frau mit der Ausstrahlung einer warmherzigen Großmutter, die zugleich als kompromisslose Staatsfrau auftrat. 1898 in Kiew geboren und in Milwaukee aufgewachsen, brachte sie eine Mischung aus amerikanischem Pragmatismus und osteuropäischer Entschlossenheit nach Palästina, wo sie zu einer der prägenden Stimmen des jungen Staates Israel wurde.

Als Premierministerin (1969–1974) führte sie das Land durch eine Zeit existenzieller Bedrohungen. Ihre direkte, fast schon schneidende Art machte sie international berühmt — und im eigenen Land nicht selten umstritten. Doch selbst ihre Kritiker erkannten in ihr eine Persönlichkeit, die Verantwortung nicht scheute.

Es herrscht erneut Unruhe auf dem Olymp.
Hades, von unsterblicher Liebe ergriffen, hat Persephone bei ihrem Anblick entführt und in den Tartaros, sein Reich der Toten, verschleppt – nicht ahnend, dass die junge Frau die Tochter seines Bruders Zeus, des allmächtigen Herrschers des Olymps, und dessen Schwester Demeter, der Göttin der Fruchtbarkeit und der Landwirtschaft, ist.

Die Krise spitzt sich dramatisch zu.
Demeter versinkt in tiefer Trauer und vernachlässigt ihre göttliche Aufgabe. Die Felder verdorren, die Ernten bleiben aus, und die Menschen auf der Erde drohen zu verhungern. Doch ohne Menschen verlieren auch die Götter ihren Sinn und ihre Daseinsberechtigung. Zeus muss eingreifen.

„Das Labyrinth des Magistrats“ evoziert zunächst die Idee einer Ordnung, die sich selbst in Komplexität verliert. Ein Magistrat steht traditionell für Verwaltung, Urteilskraft, Autorität – also für jene Instanzen, die Klarheit schaffen sollen. Ein Labyrinth hingegen ist das Sinnbild des Unübersichtlichen, des Verschlungenen, des Ortes, an dem Orientierung nicht geschenkt, sondern errungen wird. Die Kombination beider Begriffe erzeugt eine paradoxe Spannung: Die Instanz, die eigentlich Struktur geben soll, ist selbst in Strukturen gefangen, die sie nicht mehr vollständig durchdringt.

Hier eine erste Annährung (Studie) an das Thema der vier apokalyptischen Reiter mit dem Fokus auf den zweiten der vier Reiter – dem Schwertträger – aus der Johannes Offenbarung, dem letzten Buch des Neuen Testaments. Sie erscheinen dort als vier Gestalten, die auf unterschiedlich gefärbten Pferden reiten und jeweils eine bestimmte zerstörerische Kraft verkörpern. Ihr Auftreten markiert den Beginn der Endzeitvision.

Albert Einstein gilt bis heute als die große Ikone des genialen, ein wenig exzentrischen Wissenschaftlers. Selbst Menschen, die seine Theorien nicht ansatzweise verstehen, erkennen sein Gesicht sofort. Seine Relativitätstheorie – jene fundamentale Neuordnung von Raum, Zeit und Gravitation – brachte ihm zwar NICHT den Nobelpreis ein; ausgezeichnet wurde er 1921 für die Erklärung des photoelektrischen Effekts, eine der Grundlagen der Quantenmechanik. Doch gerade diese Diskrepanz zwischen populärem Mythos und tatsächlicher wissenschaftlicher Würdigung zeigt, wie weit Einstein seiner Zeit voraus war.

Sogenannte „Klo – oder Scheißhaus Motive“ scheinen ja wirklich von großem Interesse zu sein. Warum dies so ist, erschließt sich mir nicht wirklich. Hier bin ich dann mal wieder einem Wunsch gefolgt und hoffe, ich habe abermals das Beste vom Besten gegeben. Denn diese Zeichnung hat mich schon einige Tage in Anspruch genommen. Nun folge ich wieder anderen Dämonen …

Sie gilt als der erste Weltstar der Geschichte. Und dies zu einer Zeit, in der die Fotografie gerade erst ihre ersten Gehversuche machte und es noch ein halbes Jahrhundert dauern sollte, bis bewegte Bilder das Kino überhaupt ermöglichten. Das Fernsehen ließ noch weitere dreißig Jahre auf sich warten. Nur wenige besaßen ein Telefon, und ein Radioempfänger war ein Privileg für Auserwählte. Erst fünfzig Jahre nach ihrem Tod nahm das Internet erste Formen an – selbstverständlich noch ohne jene sozialen Medien, die heute als allgegenwärtige Bühne für Inhalte jeder Art dienen.

„Für immer ist nichts ewig“ formuliert die Einsicht, dass die Dauer von Zeit, die Dauer eines Momentes, eines Tages, meist einer subjektiven Wahrnehmung unterliegt, nicht jedoch eine objektive Eigenschaft der Wirklichkeit ist.

Der Ausdruck „für immer“ entstammt menschlicher Erfahrung. Er beschreibt emotionale Intensität oder den Wunsch nach Beständigkeit. „Ewig“ hingegen wäre ein Zustand außerhalb von Zeit und Veränderung. Ein solcher Zustand findet sich jedoch in der erfahrbaren Welt nicht. Alles Existierende unterliegt Wandel: Materie, Lebewesen, Beziehungen, Gedanken, gesellschaftliche Ordnungen. Selbst scheinbar stabile Strukturen sind Prozesse über längere Zeiträume. Beständigkeit ist daher relativ, nicht absolut.

Die Zeichnung von 2021 lässt sich wohl als surreale Interpretation des Dr. B. verstehen: fast seiner Sinne beraubt, in eine Ecke gedrängt, hockt er dort und sieht seine viel zu kleine Welt nur noch als ein einziges Schachbrett, auf dem die Figuren ein Eigenleben entwickeln. Die neue Version hingegen orientiert sich inhaltlich deutlich stärker am Buch und wirkt dadurch realistischer. Das karierte Betttuch seines Bettes wird zum Schachbrett, die aus Brotresten geformten Figuren, zu seinen Spielfiguren.

216 Seiten, 200 Zeichnungen. ISBN 978-3-00-085865-9, gebundene Ausgabe, Fadenbindung.
Format: 30 x 21 cm.