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Burg Hengebach

Diese Zeichnung entstand im Rahmen eines fünftägigen Seminars über Pfingsten in der Kunstakademie Heimbach, deren zwei große Atelierräume in der sogenannten Mittelburg – dem Hauptteil der Burg Hengebach – beheimatet sind. Das Motiv ergab sich am hinteren Ende der Mittelburg; linksseitig davon, gut fünfzig Meter tiefer, verläuft der Fluss Rur, der sich in Richtung Rurtalsperre windet. Es ist sicher nicht das gängigste Motiv zu dieser Örtlichkeit, aber das muss es ja nicht immer sein.

Auch wenn hier nur Bleistift und eine Tasse Kaffee – für die leichte hellbraune Farbigkeit – zum Einsatz kamen, war dies natürlich nicht in nur zehn Minuten vor Ort zu realisieren. Immer wieder habe ich die zeitlichen Freiräume während der Unterrichtsstunden sowie die freien Stunden am Abend genutzt, um dieses Blatt zu einem sinnvollen Ende zu bringen.

Die Burg Hengebach selbst thront auf einem steilen Felsrücken über dem Rurtal und zählt zu den ältesten Höhenburgen der Eifel. Ihre Ursprünge reichen bis ins 11. Jahrhundert zurück, als sie vermutlich von den Herren von Hengebach errichtet wurde. Im Laufe der Jahrhunderte wurde sie mehrfach erweitert, zerstört und wieder aufgebaut. Besonders prägend ist die Mittelburg mit ihrem Rundturm, die heute das architektonische Zentrum der Anlage bildet. Nach umfangreichen Restaurierungen im 20. Jahrhundert dient die Burg heute als kulturelles Herzstück der Stadt Heimbach.

Bleistift, Kaffee
Wvz. 5482
Format: 352 x 200 mm
Mai 2026