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Mia Farrow

Roman Polanskis Rosemary’s Baby zählt zu den großen Klassikern der Filmgeschichte. Obwohl der Film häufig dem Horror-Genre zugerechnet wird, ist er in seinem Wesen weit mehr ein psychologischer Suspense-Thriller als ein klassischer Horrorfilm moderner Prägung. Die eigentliche Bedrohung offenbart sich nicht in spektakulären Schockmomenten oder blutig inszenierten Szenen, sondern entsteht beinahe ausschließlich im Kopf des Betrachters. In dieser Hinsicht wirkt der Film wie eine Verneigung vor dem großen Meister der Spannung, Alfred Hitchcock, dessen Kunst ebenfalls darauf beruhte, das Unheimliche zu suggerieren, anstatt es auszustellen.

Mia Farrow liefert dabei eine ihrer eindrucksvollsten Rollen. Ihre Verunsicherung, ihre Ängste, aber auch ihre Hoffnung und ihr zunehmend schwindendes Vertrauen in die eigene Wahrnehmung spiegeln sich in jeder Szene wider. Oft genügt eine einzige Einstellung ihres Gesichts, um die innere Zerrissenheit der Figur sichtbar zu machen. Besonders ihre großen, wachen Augen werden zum eigentlichen Zentrum des Films: Hier verdichten sich Zweifel, Furcht und eine stille Ahnung des Unausweichlichen.

Die Zeichnung konzentriert sich bewusst auf diesen Ausdruck. Nicht die Handlung des Films steht im Vordergrund, sondern jener Moment des inneren Erkennens, in dem sich Gewissheit und Entsetzen erstmals begegnen. Die kühle Farbigkeit und die starken Licht-Schatten-Kontraste unterstützen die psychologische Spannung, die den Film bis heute so außergewöhnlich macht. Wie bei Polanski selbst bleibt auch hier vieles unausgesprochen. Gerade darin liegt die Faszination.

Bleistift, Farbstift | 440 x 275 mm | Wvz.: 5500.jpg | 2026