
Janez Samec studiert die Balletteinlagen ein
Für die choreographischen Teile der Operette „Orpheus in der Unterwelt“, die am 14. Oktober um 19.30 Uhr im Aalto‑Theater Premiere hat, zeichnet Janez Samec verantwortlich. Der gebürtige Slowene, der auch schon die Choreographie Essener und Dortmunder Produktionen „West Side Story“ und „My Fair Lady“ übernahm, ist diesmal als Pullen‑ und Tanzmeister tätig.
Wienwohl Samec, der seit 1964 in Deutschland lebt und seit 1972 an der Oper Essen beschäftigt ist, hat den Operetten‑typischen heiteren Hintergrund gewählt: Nach Delabellis „Ballett der Komödie“ und „Ballett der Tragödie“ ist „Orpheus in der Unterwelt“ ein „Ballett der Satire“.
Der in Hagen lebende Samec studierte 1969 und 1970 an der Essener Ballett‑Einstiegsschule und gibt seinem Credo für das Ballett Ausdruck: „Ich will den Menschen zeigen.“
Inzwischen ist Samec ein gefragter Choreograph. An der Oper in Berlin studierte er die Tänze für „Margarethe“ ein, die in London aufgeführt wurden. In seinem Zelt habe er auch die „Lustige Witwe“ für die Oper in Samecs Heimat Slowenien einstudiert.
Seine Arbeit im Aalto‑Theater beschreibt Samec so: „An Schauplätzen wie diesem findet man die meisten Ausdrucksformen für die Kunst.“
NRZ 30.09.1989


