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Die 12 Geschworenen – 1957

Dieser Film ist und bleibt einer der ganz großen Klassiker. Diesen aber einfach auch nur, wie so oft schon, lediglich als einer der Wegbereiter des modernen „Gerichts-Thriller“ zu umschreiben, wird der tiefgreifenden Thematik dieses Films in keinster Weise gerecht werden können.

Dieser Film, diese Thematik, macht leider überaus deutlich, wie wenig objektiv ein System der Rechtsprechung ist – oder sein kann, welches sich auf ein Urteil von Geschworenen verlässt – welche sich aus reinen, scheinbar – „willkürlich“ zusammen gesetzten Bürgern aller Schichten verlässt.

Wie „manipulativ“ die Geschworenen Findung und Beinflussung im amerikanischen Rechtssytem sein kann, wird, natürlich nur fiktiv, in J. Grishams Buch „Das Urteil“ teffend umschrieben. Im Film „The Devils Advokat“, noch fiktiver – aber dadurch nicht undenkbarer, wird erneut ein Anwalt nur dafür erst einmal eingestellt, nur um Geschworene zu bestimmen, die für das angestrebte Urteil zuträglich sein könnten.

In dem Klassiker „Die 12 Geschworenen“ sind alle Beteiligten nur durch „Zufall“, durch Auslosung, in diesem Fall, um Beurteilung gefragt. Und unterschiedlicher könnten all dieses beteiligten Charaktere wirklich nicht sein. Ein junger junger Puertoricaner wird beschuldigt, seinen Vater mit einem Messer ermordet zu haben. Der Fall scheint eindeutig. Eindeutig? Eben nicht …

Dieser Film ist ein Parade Beispiel dafür, wie bereits bestehende Vorurteile zu einer vorschnellen Vorverurteilung – andererseits auch dafür, dass die Macht von sachlich fundierten Argumenten, per Streitdialog, Vorurteile auch „ad absurdum“ führen können.

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