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Die schöne Meisterin

Die schöne Meisterin (frei n. Goyas Capricho No. 68)

Bleistift, Farbstift, Aquarell, Pastell
Wvz. 4801
Format: 500 x 350 mm
April 2012

Capricho No. 68
Nach dem Capricho No. 66, sind hier erneut zwei Hexen, im Flug, über eine verträumte und im Halbdunkel liegende Landschaft dargestellt.

Und auch hier ist die Intension hinsichtlich der Thematik ähnlich. Die Alte, in allen Unwägbarkeiten des Lebens mehr als erprobt und erfahren, gibt ihrer Novizin nicht nur eine erste Flugstunde, sondern durch den Flug selber, einen ersten Überblick auf die unter Ihnen vorbeiziehenden Welt.

Es liegt nahe, in der Beziehung von Hexenmeisterin und Novizin, eine ähnlich gelagerte Beziehung, wie zwischen der klassischen Kupplerin und der ihr anvertrauten jungen Dirne sehen zu können. Denn auch hier gibt die Alte ihre lebenslangen, wenn auch eher fragwürdigen Erfahrungen, an eine auserkorene, vielleicht auch erzwungene, Nachfolgerin weiter.

Diese These wird vor allem von der Tatsache gestützt, dass hier beide Hexen nackt auf ihrem Besen reiten, wobei sich dessen Stiel, im Sinne eines übergroßen Phallus (darauf hingewiesen im Manuskript der Biblioteca National), zwangsläufig an ihren Geschlechtsteilen reiben muss.

„Die Alten lehren, wie man durch die Welt fliegt.“

>>> 1.400€

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