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Don Quixote und Sancho Pansa

2003/2007, Höhe 162/112 cm

Doppelfigur sowie anschließender Text von meinem langfährigen Freund Gerrit Klein:

„Beide Figuren sind bedeutsam aufgeladen mit vielerlei Konnotationen, die auf die spätere Literaturgeschichte erheblichen Einfluß nahmen.

Ein perfider Ritterroman, in Form einer Persiflage, auf zweifelhafte Glanz- und Plünderzeiten eines kriegerischen Spaniens unter Philipp II, das zu Cervantes Zeiten mit Ali Paschas Osmanen im Klinsch lag.

Eine Zeit, in der der König über die halbe Welt herrschte, nutzt einem alten Hidalgo wenig, wenn Spaniens Sonne die Mancha verbrennt. Schnell ist der Belesene ein verstellter Trottel, wenn er sich sein stumpfsinniges Leben mit Phantasie bereichert, und endlich wieder hinausziehen kann, um Abenteuer zu erleben. Helden gibt es hier im heimischen Staub nicht mehr. Die Granden verdingen sich in der Conquista auf der Jagd nach dem Gold der Azteken, Maya und Inka.

In der heißen Mancha leben Halunken und Bauernmädel, die nur durch die Phantasie anderer zu Königen und Prinzessinnen werden können.

Die Prügel, die der alte Don immer wieder einsteckt, lassen ihn die Welt am eigenen Körper spüren und erleben. Solch einen Mut, solch eine Vorstellungskraft, solch einen Geist hat der dicke Sancho nicht. Von ihm wird gesagt, er habe den gesunden Menschenverstand.

Es läßt sich aber ebenso lesen, daß er lediglich eine rostige, berittene Feldküche darstellt, mit der sich der edle Don Quixote ebenso unterhält, wie mit seiner klapprigen Rosinante und seinem dürren Windhund.“

www.gerritdoerkklein.de/

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