

Oberursel. In der Galerie Eva Wolf‑Bütow zeigt eine Ausstellung Zeichnungen und Radierungen des Wuppertaler Künstlers Andreas Noßmann; die Auswahl konzentriert sich auf Musiker‑ und Orchester‑Motive, die individuelle Musikalität und Spannung sichtbar machen.
Noßmanns Blätter zeichnen sich durch expressive, oft unruhige Linienführung aus; sie fangen Konzentration, Körperhaltung und die innere Spannung einzelner Musiker ein und stellen so musikalische Ausdrucksformen als zeichnerische Charakterstudien dar.
Besonders auffällig sind Arbeiten, die sich mit Figuren wie Ludwig van Beethoven auseinandersetzen; die Zeichnungen verbinden expressive Geste mit einer feinen Beobachtung des individuellen Ausdrucks und der körperlichen Präsenz der Musiker.
Andreas Noßmann wurde 1962 in Hilden geboren; er studierte an der Universität Wuppertal bei den Professoren Aretz, Sensen und Badura und entwickelte eine zeichnerische Handschrift, die Detailgenauigkeit mit expressiver Kraft verbindet.
Die Ausstellung ist bis zum 7. April in der Galerie Eva Wolf‑Bütow, Liebfrauenstraße 9, zu sehen; Öffnungszeiten laut Ankündigung donnerstags und samstags.
(Zeitung unbekannt – 09.10.1990)
