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Heldengeschichten

Andreas Noßmanns Bilder in Gevelsberg

Von Elisabeth Semme

Gevelsberg. (WP) „Bildkorrekturen“ nennt Andreas Noßmann seinen Werkzyklus „Heldengeschichten“, mit dessen Ausstellung die Gevelsberger Kulturtage ’89 eröffnet wurden.

Obwohl sich in den Bildern alte Original‑Lithographien mit den Federstrichen des Künstlers zu einer Einheit verbinden, bleibt der inhaltliche Kontrast sichtbar: Da die glorifizierende, verharmlosende Darstellung des Kriegsgeschehens – dort leidverzerrte Gesichter und Gestalten im Chaos des Kampfes.

Der in Ennepetal lebende Künstler, der an der Wuppertaler Gesamthochschule Freie Grafik und Malerei studierte, bezieht Stellung zum Problemthema „Krieg“. Schwer sei es, das zu begreifen, was man selbst nicht erlebt habe. So wende er sich mit diesen Bildern zumindest gegen banalisierte Darstellungen.

Neben den „Heldengeschichten“ werden auch Selbstporträts und Stillleben des 27‑Jährigen im Gevelsberger Rathaus ausgestellt. Schwerpunkt der Arbeiten, für die Mischtechnik aus Federzeichnung und Aquarell zum Charakteristikum wurde, bilden die Werkzyklen „Amadeus“ und „Paganini“.

Die Gevelsberger Kulturtage enden mit dem internationalen „Tag der Freundschaft“ am 24. September.

(Westfalenpost – 02.09.1989)