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Manche mögens’s heiß

Manche mögens's heiß

Andreas Noßmann stellt jetzt aus

Manche mögens's heißBocholter Volksblatt
B o c h o l t (ste). Die erste Ausstellung ist. eröffnet, das neue Kunsthaus an der Osterstraße seit gestern endgültig seiner Bestimmung übergeben. Und das sei gut so, sagte Karl-Heinz Ketteler, Vorsitzender des Euregio-Kunstkreises. Denn mit der Galerie im neuen Rathaus sei keiner so recht glücklich gewesen, und jetzt habe man endlich „ideale Voraussetzungen“ gefunden, Kunstwerke, wie die Andreas Noßmann optimal zu präsentieren. Und die könnten zu keinem passenderen Zeitpunkt als während der Karnevalstage ausgestellt werden, sagte Dörthe Schmidt während ihrer Einführung in das Werk das Künstlers: Gaukler und Clowns seien auf einem Großteil der Bilder zu sehen – Symbol für gesellschaftliche Rollenspiele, die zu jederzeit aktuell seien.

Das Motto der Ausstellung „Manche mögen’s heiß“ galt gestern gleich dreifach. Erstens, weil eines der zentralen Bilder der Schau diesen Namen trägt. Zweitens, weil der 1962 in Hilden geborene Künstler wohl auch in Anlehnung an Billy Wilders Verwechslungskomödie „Manche mögen’s heiß“ – alles und jeden mittels ironischer Spitzfindigkeiten, wollüstiger Phantasien und provokanter Gemeinheiten auf die Schippe nimmt. Und drittens, weil so viele Besucher gekommen waren, daß es einem in dicken Winterklamotten rasch viel zu warm wurde. Manch städtische Galerie würde sich angesichts solcher Besuchermassen freuen, sagte Dörthe Schmidt. Und auch Karl-Heinz Ketteler sagte, daß er mit so viel Publikum nicht gerechnet hätte.
Der Künstler signierte eifrig Kunstdrucke, die sich die Frauen und Männer regelrecht aus der Hand rissen. Und viele beschlossen – angesichts der Enge – später noch einmal wiederzukommen, um sich die Bilder in Ruhe noch einmal anzuschauen. Gelegenheit dazu gibt es bis zum 8. März reichlich: dienstags bis freitags von 16 bis 19 Uhr, samstags von 10-12 und von 15-18 Uhr, sonntags von 11-13 und 15-18 Uhr. Schulklassen und Gruppen können auch nach telefonischer Vereinbarung durch die Räume spazieren, die, so Karl-Heinz Ketteler weiter, die Stadt Bocholt um ein „bedeutendes und attraktives Kulturangebot“ bereicherten – zumal auch das Stadtmuseum nur ein paar Schritte weiter auf der anderen Straßenseite liege.

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