Hier finden Sie all meine bisherigen Videos aus dem Jahr 2025, die über die Wochen und Monate so entstanden sind und ich dort, auf YouTube, veröffentlicht habe. Ich hoffe, dass diese zum Verweilen einladen und eine etwas andere Einsicht in meine Arbeit geben können, als eine reine Fotoserie. Wie immer empfehle ich sich diese zumindest auf einem Tablet, an einem PC oder Fernseher anzuschauen und nicht unbedingt auf dem Handy-Mäusekino. Aber jeder, wie er will …
Emily Dickinson
Emily Dickinson gilt als eine der bedeutendsten und zugleich eigenwilligsten Dichterinnen der amerikanischen Literatur. Ihr Werk fasziniert bis heute durch eine radikale Eigenständigkeit, die sie von den literarischen Konventionen ihrer Zeit abhebt. Geboren 1830 in Amherst, Massachusetts, verbrachte sie nahezu ihr gesamtes Leben in dieser Kleinstadt. Schon früh entwickelte sie eine Neigung zur Zurückgezogenheit, die sich im Laufe der Jahre verstärkte. Ab den 1850er Jahren zog sie sich zunehmend in ihr Elternhaus zurück, kleidete sich bevorzugt in Weiß und empfing nur wenige Besucher. Dieser Rückzug war nicht bloß Ausdruck von Weltflucht, sondern schuf den Raum für eine intensive innere Auseinandersetzung, die sich in ihrer Dichtung niederschlug.

Artemisia Gentileschi
Artemisia Gentileschi, geboren 1593 in Rom, zählt zu den bemerkenswertesten Malerinnen des italienischen Barock. Schon als Tochter des Malers Orazio Gentileschi kam sie früh mit der Kunst in Berührung und entwickelte ein Talent, das sie bald über die Grenzen des familiären Ateliers hinaus bekannt machte. In einer Epoche, in der Frauen kaum Zugang zu akademischer Ausbildung oder öffentlicher Anerkennung hatten, gelang es ihr, sich einen Platz in der Kunstwelt zu erkämpfen.
Ihre Karriere wurde jedoch von einem einschneidenden und tragischen Erlebnis überschattet. Im Jahr 1611 wurde Artemisia von Agostino Tassi, einem Kollegen ihres Vaters, vergewaltigt. Der Übergriff geschah im vermeintlich geschützten Umfeld ihres Elternhauses, wo Tassi sie eigentlich unterrichten sollte. Um die Tat zu verschleiern, versprach er ihr die Ehe – ein Versprechen, das er nicht halten konnte, da er bereits verheiratet war. Für Artemisia bedeutete dies nicht nur ein persönliches Trauma, sondern auch eine gesellschaftliche Katastrophe, da die Ehre und Unversehrtheit einer Frau im damaligen Rom als entscheidend für ihre Stellung galt.
Working Class Heroes 2015 -2025 – Blick ins Buch
Endlich habe ich es geschafft auch dieses Thema in angemessener Weise in Buchform zu gießen. Lange hat es gedauert, bis es soweit war. Verständlich, denn diese neue Publikation zeigt gut 100 Arbeiten aus genau 10 Jahren und man fragt sich dann immer – wo ist bloß all die Zeit geblieben?
Kuss des Judas
Der sogenannte Judaskuss ist eine der bekanntesten Szenen der christlichen Überlieferung und ein Sinnbild für Verrat, welcher weit über den religiösen Kontext hinaus in Sprache, Kunst und Kultur eingegangen ist. Er steht für die paradoxe Verbindung von Nähe und Täuschung – ein Kuss, der nicht Zuneigung, sondern Auslieferung bedeutet.
Jane Austen
Wenn man über die englische Literatur des frühen 19. Jahrhunderts spricht, kommt man an Jane Austen nicht vorbei. Ihre Romane gehören längst zum Kanon, doch ihre Bedeutung reicht weit über die literarische Qualität hinaus. Austen war eine Frau, die in einer Zeit schrieb, in der Frauen kaum öffentliche Rollen einnahmen und deren Lebensweg fast ausschließlich durch Ehe und Familie bestimmt war.

Die Moiren
Aus der Verbindung von Zeus, dem Herrscher des Himmels und des Olymps, und Themis, der Verkörperung göttlicher Gerechtigkeit, entspringen drei junge Frauen, scheinbar apathisch, mit leerem Blick und abseits der Welt hausend, deren Macht und Willen aber die Götter selbst nicht brechen können: die Moiren. Sie sind nicht bloß Weberinnen des Schicksals – sie sind dessen Gesetzgeberinnen, geboren aus dem Willen zur Ordnung und dem Streben nach Maß.

Herakles auf der Jagd nach der kerynitischen Hirschkuh
Die dritte Aufgabe des Herakles, die Jagd auf die kerynitische Hirschkuh, gehört zu den stilleren, aber symbolisch besonders aufgeladenen Episoden seiner zwölf Taten. Sie führt den Helden nicht in den Kampf gegen ein Ungeheuer, sondern in eine langwierige Verfolgung eines göttlich geweihten Tieres – ein Akt der Geduld, der Beherrschung und des Respekts gegenüber den Göttern.

Ich hab´ doch tatsächlich wieder vergessen, was ich noch sagen wollte
Anders, als bei meinem ehemaligen, und recht berühmten Hamburger Kollegen, stehen Selbstportraits nicht so sehr in meinem Fokus. Ich kann allerdings noch nicht einmal sagen warum. Vielleicht inspiriert mich mein eigenes Gesicht nicht sonderlich zu Metamorphosen und anderen Absonderlichkeiten. Aber dennoch – nun hier – mal was neues, passend und altersgerecht und mit einem kleine Hauch von „Till“ …

Herakles versus Hydra
Herakles, berühmt für seine übermenschliche Kraft und seinen unerschütterlichen Mut brauchte dennoch einmal auf seinen zahlreichen Abenteuern einen klugen Kopf an seiner Seite. Und dieser war sein Neffe Iolaos, Sohn des Iphikles, Herakles’ Halbbruder. Iolaos war nicht nur ein Verwandter – er war Herakles’ engster Vertrauter, sein Wagenlenker, sein Freund. …

Honoré de Balzac
Balzac habe ich in frühen Jahren mit Begeisterung gelesen. Er bleibt mir bis heute in guter Erinnerung, vor allem wegen seiner überaus amüsanten literarischen Spitzfindigkeiten. Er war für mich natürlich nicht nur ein hoch interessanter Literat, sondern auch eine schillernde Persönlichkeit mit einem Lebensstil, der so exzentrisch war wie manche seiner Romanfiguren. …

Escort
Wie man es am Ende nennt, ist im Grunde ja auch völlig egal. Ob an der Straße, im Wohnwagen, in speziellen Häusern, oder am Ende über einen teuren Escort Serviceanbieter gebucht – es ist das wohl älteste Gewerbe der Menschheit. Man kann es verfluchen, als abstoßend und als verwerflich empfinden, aber dennoch ist ja auch jedem klar – wenn es keine Nachfrage danach gäbe, würde es auch kein entsprechendes Angebot geben.
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Immanuel Kant
Dieses Portrait von Immanuel Kant fand im Landhotel Karrenberg, nähe Kirchberg, beim Seminar „Portrait zeichnen“, seinen Anfang, um den Teilnehmern erneut zu verdeutlichen, wie man eigentlich beginnt und wie man sich – so nach und nach – langsam an den Protagonisten heranarbeitet. Leider habe ich es dieses Mal versäumt reichlich Step-by-Step Fotos zu machen, aber ein Video zur Entstehung wird erneut auf You Tube bereitgestellt. …

TikTok
Einst Facebook, dann Instagram und nun auch noch TIKTOK – alle müssen, von allen Orten dieser Welt, irgendwie, mit irgendwas, dabei sein. Und man ist schon oftmals etwas verwundert darüber, was da alles so – allen Ernstes – für wirklich jeden auf diesem Planeten sichtbar – so gepostet wird.
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Herrenabend mit Aussicht
Hier erneut eine kleine Arbeit zum Thema Misfits. Durch die obige Bildreihe wird wieder gut deutlich, wie sich die Bleistiftzeichnung entwickelt – von der reinen Andeutung der Figuren bis hin zu dessen plastischen Ausarbeitung. Auch hier ist die Farbe kein Bild bestimmendes Element, sondern eher ein liebenswertes Plus.
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Kurz vor Prerow
Landschaften stehen ja im Moment nicht so sehr in meinem Fokus. Aber nach solch einem erfolgreichen „Landschaften zeichnen“ Seminar – warum nicht auch mal wieder. Auch wenn diese Zeichnung recht klein ist, ist sie dennoch recht weit entfernt vom schnellen und flüchtigen Urban Sketching, bietet sie doch deutlich mehr an Details, die ansonsten eher vernachlässigt worden wären.
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Blick ins Buch – Portraits 2019-2025
Fünf Jahre ist es inzwischen her, dass mein letztes Werkverzeichnis Porträtbuch erschienen ist – mit Astrid Lindgren auf dem Titel. Seither ist wieder viel Neues entstanden: Arbeiten in unterschiedlichsten Techniken, zu den verschiedensten Protagonisten aus Literatur und Philosophie, Musik und Politik.
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Frau mit Hunden und Gatte
Erneut ein kleine, witzige Zeichnung in Sachen „Political Correctness“, die mal wieder nicht so Ernst, oder so bitter böse gemeint ist, wie es hier erscheint. Und wenn dann doch, dann ist es halt so …

Nighthawks
Die zweite kleine „Kneipen“ oder „Nachtclub“ Szenerie dessen verlassen, nächtliche Stimmung der Nachteulen mit viel Aufwand betrieben wurde. Auch hier ist das reine Schwarzweiß des Bleistiftes die wichtige Grundlage für bedachtes Kolorieren mit Aquarell und Farbstiften. …

John Rawls
John Rawls (1921–2002) war ein US-amerikanischer Philosoph und einer der einflussreichsten Denker der politischen Philosophie des 20. Jahrhunderts. Als Professor an der Harvard University prägte er mit seinem Hauptwerk A Theory of Justice (1971) die Debatte über soziale Gerechtigkeit nachhaltig. …

Final Cut
Wenn ein Boxer während der kurzen Pause in seiner Ecke einen Cut erleidet, läuft alles wie ein Uhrwerk ab. Der sogenannte Cutman – ein spezialisierter Helfer im Team – übernimmt blitzschnell die Versorgung der Wunde. Zuerst wird die betroffene Stelle gesäubert, damit Blut, Schweiß und andere Verunreinigungen entfernt werden. …

Le Café
Ein für mich schon durchaus bekanntes Thema von gesellschaftlicher Verschieden- und Ungleichheit auf relativ entspannten Niveau. Denn ähnliches, eine ähnliche Szenerie, findet sich bereits in der Zeichnung „Shopping End“ von 2013 wieder. …

HIT
Mit einem gekonnten Jab trifft der Herausforderer den amtierenden Weltmeister mehr als empfindlich. Er kann sich nur noch schwer auf den Beinen halten – bleibt aber bis zum Ende der Runde auf den Beinen. …

Das Tor der Persephone
Persephone ist in der griechischen Mythologie die Tochter der Fruchtbarkeitsgöttin Demeter und des Zeus. Sie wurde von Hades, dem Gott der Unterwelt, entführt und gegen ihren Willen hinab in sein Reich gebracht. Demeter suchte verzweifelt nach ihrer Tochter und ließ aus Kummer alles Leben auf der Erde verdorren. …

The Count
Das Anzählen eines Boxers durch den Ringrichter ist ein zentrales Element im Boxsport, das sowohl dem Schutz der Sportler als auch der Fairness des Wettkampfs dient. Immer dann, wenn ein Boxer durch einen regelkonformen Schlag zu Boden geht oder hilflos in den Seilen hängt, beginnt der Ringrichter mit dem Anzählen. …

Left Corner
In der kurzen Zeit einer Pause, zwischen den Runden, wird in der „Ecke“ alles dafür getan den Boxer für die kommende Runde wieder halbwegs fit zu machen. Selbst ein angeschwollenes Auge, welches die Sicht des Boxers im Kampf extrem einschränken würde, wird per „Cut“ (dass Ausbluten der Augenlieder) ein probates Mittel zu sein, den Kampf dann doch noch zu gewinnen. …

Vivienne Westwood
Auch im Portrait Seminar, in der Kunstakademie Heimbach (Eifel), Ende Mai, habe ich wie immer mit den Teilnehmern auch ein gemeinsames Portrait angefangen um die immer wiederkehrende Frage anschaulich zu demonstrieren: Wie fängt man eigentlich an? Dieses Mal war es die Punk und Modeikone Vivienne Westwood. …

Knock Out
Es ist der entscheidende Moment beim Boxen, wenn einer der Boxer nach einem gezielten Treffer zu Boden geht. Bevor der Ringrichter den am Boden Liegenden „anzählen“ kann, schickt er den vermeintlichen Sieger in seine Ringecke. Steht der Angeschlagene nach zehn Sekunden nicht wieder sicher auf den Beinen, ist der Kampf entschieden und wird abgebrochen. …

Flash
Unter einem Blitzlichtgewitter geht der amtierende Weltmeister im Mittelgewicht, in Runde 6, erstmals in die Knie, hängt bedenklich in den Seilen, auch wenn er in den Runden zuvor, dem Herausforderer ordentlich zusetzen konnte. Doch dieser gewann zunehmend die Oberhand und konnte entscheidende Treffer landen. Um das Blitzlicht zu betonen, wurde hier mal wieder, zusätzlich, mit weißer Tusche nachgearbeitet. …

K.O.
Und nach dem gelungenem Punch gleich auch das passende K.O. Auch hier wieder ist die Entwicklung der eigentlichen Zeichnung in einzelnen Schritten zu sehen. Im Gegensatz zu seinen beiden Vorgängern wurde hier – in dieser Zeichnung – die Boxer Figur und Szene gleich mit einem 4B Bleistift modelliert und nicht vorab erst mit einem 2H vorbereitet. …

InFight
Sichtlich angeschlagen geht es in dieser Runde in die Seile. Auch hier wieder die Entstehung, dokumentiert in den einzelnen Schritten. Die Farbigkeit bleibt auch in dieser neuen kleinen Zeichnung – aus dieser Reihe – eher zurückhaltend. Zum Abschluss wurden allerdings erneut die aquarellierten Farbflächen zusätzlich mit Farbstiften noch ein wenig akzentuiert. …

JAB
Der Begriff „Jab“ bezeichnet im Boxen einen schnellen, geraden Schlag mit der Führhand (bei einem Rechtshänder ist das die linke Hand). Er wird meist dazu verwendet, den Gegner auf Distanz zu halten, dessen Deckung zu prüfen oder Angriffe vorzubereiten. Ein Jab ist zwar oft nicht besonders hart, kann aber effektiv sein – insbesondere durch Präzision und Häufigkeit. …

Eiszeit
Hier in einer Abfolge von Bildern, die Entstehung der Federzeichnung „Eiszeit“, einem alten paar Stiefel mit zusätzlich angebrachten „Spikes“ für den Einsatz in den Bergen oder auf allzu glatten Flächen. Auch hier wurde erneut auf altem Grundbuch Aktenpapier. Unten, im Anschluss, finden Sie auch wieder ein interessantes YouTube Video hierzu. …

Runde 4
Diese kleine Bleistiftzeichnung läutet nicht nur eine nächste Runde ein, sondern gleich auch eine Reihe ähnlicher, geplanter Arbeiten zu diesem Thema. Doch wie soll ich diese Serie dann nennen? „Raging Bull“? Würde passen, denn der Robert de Niro Film „Wie ein wilder Stier“ ist mir in bleibender Erinnerung geblieben …

Prometheus und die Rache des Zeus
Zeus bestrafte Prometheus, weil dieser den Göttern das Feuer stahl und es den Menschen brachte – ein Akt des Ungehorsams, der die göttliche Ordnung unterlief und den Fortschritt der Menschheit ermöglichte. Zur Strafe ließ Zeus ihn an einen Felsen im Kaukasus schmieden, wo ein gewaltiger Adler – das heilige Tier des Zeus – täglich erschien, um seine Leber zu fressen. …

Achilles versus Hektor
Der Zweikampf zwischen dem griechischem Helden Achilles und dem größten trojanischen Kämpfer und Prinzen Hektor, ist das zentrale Duell in Homers Ilias, Buch 22. Er findet vor den Toren Trojas, vor den Augen aller Trojaner statt, nachdem Hektor den engsten Freund des Achilles, den griechischen Helden Patroklos, getötet hat. Achilles kehrt daraufhin in den Kampf zurück, um Rache zu nehmen.
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Old Farrier
Der alte Hufschmied wird wohl einer meiner letzten Arbeiten zum Thema Working Class Heroes sein. Denn immerhin begleitet mich das Thema schon seit 10 Jahren, also seit 2015. Wo sind sie geblieben – die Jahre? Ich erinnere mich noch gut an meine erste Arbeit zu dieser Reihe: Pete, the Hammer, welcher schon immer angeblich eine gewisse Ähnlichkeit zu mir selber aufweist – so sagte man mir zumindest …
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