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Arbitrage

abitRichard Gere, mittlerweile auch schon Mitte sechzig, hat von seinem unumstößlichen Nimbus als ewiger Frauentyp kaum was an mentaler Attraktivität und Präsenz eingebüßt. Was einem so großartigem Schauspieler, wie ihm, allerdings immer noch fehlt, sind die ganz großen Auftritte in Filmen, die für immer unvergessen bleiben. Seine diversen Stelldicheins als jugendlicher Lover, Pseudo Rebell und als bezahlter Dauerstecher, in recht schwuchteligen Filmen der 1980er, bleiben vor allem seiner mit gealternden weiblichen Fangemeinschaft in wohliger Erinnerung. Mehr aber auch nicht.

Ihn, den Schauspieler Richard Gere, auf diesen kleinen, frühen Nenner reduzieren zu wollen, wäre natürlich aber auch falsch …

Wenn man sich nun seine letzten Filmrollen anschaut, erkennt man durchaus sein Bemühen um Seriosität, um Rollen in denen man vor allem schauspielerisch zu glänzen vermag. Das ist auch durchaus gelungen, nur all diese nachfolgenden Filme waren dann doch nur „gutes Kino“ – aber eben einfach auch keine Meilensteine. Die ganz große Rolle seines Lebens steht somit noch aus …

Im Film „Arbitrage“ spielt Richard Gere einen erfolgreichen Hedgefond Manager der im Grunde ja schon alles erreicht hat, was es zu erreichen gibt: Mein Haus, mein Auto, etc. … das kennt man ja schon alles! Hinzu kommt natürlich auch noch eine deutlich jüngere Geliebte, die man sich ja auch noch leisten kann, inklusive, hinsichtlich dieser außerehelichen Liebelei, ein verschwiegenes Apartment.

Selbst dem dümmsten Kinobesucher wird nun klar, das kann auf Dauer hier nicht gut gehen. Und so ist es auch!

Die immensen, rein auf Pump finanzierten Investitionen, in allzu dubiose Kupferminen im fernen Ausland, mit Aussicht auf alltägliche Millionen Gewinne, negieren sich nun, auf Grund der sich hier plötzlich vor Ort veränderten politischen Umstände, in schier unabsehbare Verluste.

Mit allerlei Finessen, im Grunde, mit einem unendlichen Lügengespinst und bewusst gefälschter Bilanzen kann man sich kurz vor Schluss dann doch noch retten – und man verliert dann dennoch alles.

Absolut sehenswert, Richard Gere in einer Glanzrolle, in den Grenzen dieses allzu beschränkten Drehbuches …

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