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Außergewöhnlicher Zeichner

Am Sonntag in der städtischen Galerie Filderstadt
Außergewöhnlicher Zeichner: Noßmann – ein neuer Goya?
Vernissage und Orchester‑Konzert zum Jubiläum

Filderstadt. Eineinhalb Jahre lang war es still in der Städtischen Galerie Filderstadt, nun ist es soweit: Andreas Noßmann, einer der besten Zeichner unserer Zeit, stellt am Sonntag in der Galerie Filderstadt aus. Das Jubiläum der Galerie – 25 Jahre – fällt mit dem Geburtstag von Leiter Alfred Schürmann zusammen, der die Ausstellung nach dem Ausfall eines anderen Künstlers kurzfristig organisierte.

Noßmanns Zeichnungen zeigen Menschen in ihren Verhaltensweisen und gesellschaftlichen Grundlagen, mit Humor und Tragik zugleich. Dr. Gerhard Heidrich vom „Weser‑Kurier“ nennt ihn einen außergewöhnlichen Zeichner, der in der Tradition von Wilhelm Busch, Horst Janssen und Goya steht, aber seinen eigenen Weg geht.

Andreas Noßmann ist ein Meister der Zeichenkunst, dessen Arbeiten die Grenze zwischen Komik und Ernst aufheben. Seine Bilder sind präzise und detailreich, sie entlarven das Menschliche mit feiner Ironie und tiefer Einsicht.

Parallel zur Vernissage findet im Bürgerzentrum Bernhausen ein Konzert des „Deutschen Kammerorchesters – Künstler der Filder“ statt. Auf dem Programm stehen Werke von G. J. Werner, J. S. Bach, Panufnik, Gluck und Haydn. Dirigent ist Alwin Bauer, Solistin Professor Wanda Wilkomirska, und Dagmar Chwalke spielt ein Doppelkonzert von Bach. Der Eintritt ist frei.

Der kommende Sonntag verspricht damit ein Festtag für Musik und Kunst in Filderstadt zu werden.

(Filderzeitung – 29.09.1990)