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Ausstellung – Jungtalent

Viel gekünstelt wird im Revier, oft mit peinlicher Selbstüberschätzung. Da muss einen die Entdeckung eines Jung‑Künstlers, der mit viel Ernsthaftigkeit und ohne nach modischen Trends zu schielen seine Bilder schafft, ehrlich freuen.

Andreas Noßmann, Jahrgang 1962, aus Ennepetal, ist ein solcher. Und wird per Ausstellung in der Bochumer Galerie „Neue Ansichten“ – Dank sei dem Galeristen gesagt – dem Publikum präsentiert.

Figürliche Werke sind das, inspiriert durch Literatur von Poe, Balzac und Voltaire. Das eine oder andere Werk erinnert an Alfred Kubin oder Edvard Munch. Dennoch: Noßmann ist jetzt schon so eigenständig, dass ihm trendsetzende Kritiker kaum am Malzeug werden flicken können.

Galerie „Neue Ansichten“, Bochum, Heustr. 34, vom 4. März bis 30. April.

(Zeitschrift „Prinz“ im März 1988)