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Erich Maria Remarque

In diesem Jahr jährt sich sein 50ter Todestag und sein bedeutendster Roman, Im Westen nichts Neues, haben entweder zu Wenige oder wohl nur die Falschen gelesen. Denn im Grunde sind seine selbst erlebten Alpträume während des ersten Weltkrieges und der sich daraus ergebenen Fragen nach dem Sinn, nach dem Warum für all den Wahnsinn, bis heute immer noch hoch aktuell. Der Roman, der heute zu Recht zur Weltliteratur zählt, ist eine Abfolge von grausamen, abschreckenden, emotional aufwühlenden und retardierenden Momenten, aber auch teils typisch militärischer Grotesken, eines sich leider immer stets neu erfindenden Systems, einer eigentlich nicht mehr zu ertragenden, ewig gleichen Elite.

Im Westen nichts Neues

Schon zwei Jahre nach Erscheinen des Romans verfilmte Hollywood 1930 den Remarque Roman und verhalf ihm damit unerwartet zu internationaler Bedeutung und zuvor ungeahnter Popularität, ganz zum Unwillen deutscher, ewig gestriger, militanter Patrioten und den zunehmend erstarkenden Nationalsozialisten. Auf deren Betreiben hin durfte die Vorführung der Hollywood Verfilmung in deutschen Kinos nur in gekürzter Fassung erfolgen. Als die Kino Besucherzahlen hinsichtlich dieses Films in Deutschland dennoch nicht weniger wurden, erfolgte eine erneute Zensur, um ihn dann am Ende dann doch ganz zu verbieten.

Es ist also nicht verwunderlich, das seine Publikationen, nach 1933, als schädliches und unerwünschtes Schrifttum geächtet, bei offiziellen Bücherverbrennungen mit auf den Scheiterhaufen der allgemeinen Volksverdummung landeten, wie jene seiner Kollegen Lion Feuchtwanger, Stefan Zweig, Heinrich Mann und anderer bedeutender Zeitgenossen.

Bereits 1931, in Vorahnung dessen was kommen, was in Deutschland noch so alles passieren würde, verblieb Remarque nach einer Reise in der Schweiz und emigrierte 1938 (mit gleichzeitiger Aberkennung seiner deutschen Staatsbürgerschaft durch die Nazis) in die USA. Auf Grund seiner großen Popularität dort (Hollywood sei Dank), konnte er, anders als andere europäische Intellektuelle, recht schnell die amerikanische Staatsbürgerschaft annehmen und erneut beruflich Fuß fassen.

Nach Ende des Krieges wurde ihm weder von der neugegründeten BRD, sowie auch seitens der DDR, eine erneute deutsche Staatsbürgerschaft angeboten. Verständlich, denn mit rein unpolitischem Pazifismus schmückt sich weder der Kapitalismus, noch der Sozialismus gerne. Andererseits hat er auch nie auf eine erneute Einbürgerung wert gelegt.

Ich kann es ihm nachfühlen …

Erich Maria Remarque
Federzeichnung, Farbstift, Aquarell
Wvz. 5199
Format: 340 x 210 mm
Januar 2020
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