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Inferno

infDan Brown´s neuestes Werk Inferno ist nun schon das vierte Buch in einer Reihe von Welterfolgen, in denen ein Dr. Robert Langdon, ein Fachmann für Symbolismus und europäische Kunstgeschichte, immer wieder unverschuldet im Mittelpunkt unglaublich erscheinender, vor allem mehr als mysteriöser Ereignisse steht. Wer Dan Brown´s Thriller Werkreihe rund um diesen agilen und hoch intelligenten Professor zuvor noch nicht kannte, kennt diese spätestens seit den Hollywood Verfilmungen seiner Bücher Sakrileg und Illuminati, mit Tom Hanks in der Rolle als Robert Langdon, eben zumindest zwei der Bücher – als Filmumsetzung.

Warum das zweite Buch, nämlich Sakrileg, vor dem ersten Buch Illuminati in die Kinos kam, ist nicht wirklich erklärlich, schadet im Grunde aber auch nicht. Denn es macht auch deutlich, die Bücher sind in sich abgeschlossen, die Geschichten bauen nicht aufeinander auf. Somit muss man auch nicht Das vergessene Symbol gelesen haben, das dritte Buch in dieser Reihe, welches bisher ja noch keinen Kinoauftritt hatte, um sich nun gleich ins neue, vierte Buch dieser Reihe stürzen können – Inferno.

Dan Brown´s literarische Sprache bewegt sich in Inferno nun noch deutlicher auf dem Niveau eines Groschenromans. Je kürzer die Sätze, desto besser. Die sprachlichen Analogien und Dialoge sind fast Kind gerecht gehalten. Die Struktur und Aufbau des gesamten Romans bewegt sich auf Drehbuchartigen, ja fast filmartigen Szenenwechseln, mit Wink, bzw. erneuter Bewerbung in Richtung Hollywood.

Auch konzeptionell bietet Inferno nicht wirklich nicht viel Neues. Denn auch hier wird Robert Langdon mal wieder, und wie immer ungewollt, in ein weiteres unglaubliches, sich anbahnendes Weltuntergangsszenario, in eine weitere unfassbare Verschwörung Unbekannter, aber allzu Mächtigen aus dem Hintergrund des globalen Weltgeschehens, mit hineingezogen.

Und dies wie immer erst einmal mal wieder nicht wissend, warum, wieso und ausgerechnet nun gerade er. Dem bisherigen Langdon Konzept folgend, wird ihm natürlich auch mal wieder eine junge und attraktive Helferin zur Seite gestellt, mit der er, schon in bekannter Manier sozusagen, wieder einmal gegen die Zeit anrennt um die ihm sich entgegenstellenden Fragen und Rätsel vor Ort zu lösen – dieses Mal in Florenz, der ehemaligen Geburts- und Wirkungsstätte Dantes. Und Dantes, Die Göttliche Komödie, scheint auch der Schlüssel zur Rätsels Lösung zu sein.

All jenen, die sich immer noch auf der Spur von Dante befinden – dieses Buch bietet natürlich auch in dieser Hinsicht nichts Neues, keine neuerlichen, gewagten Theorien, wie z.B. von D. Brown in Sakrileg scheinbar eigenmächtig verfasst und aufgestellt. Das Thema Dante und dessen ausführliche Wegbeschreibung quer durch die Hölle, in Richtung Himmelreich,  ist in diesem erneuten Roman von Dan Brown , in diesem weiteren Dr. Langdon Versatz, schlichtweg nur aufgestülpt, um des Prinzips dieser Buchreihe willen, mehr aber auch nicht. Ein gut zu lesendes Buch, für zwischendurch … Das war es aber auch schon!

Muss man Dante mal gelesen haben? – ich meine ja! Dazu aber später mehr  …

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