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Rembrandt van Rijn – Die Leichtigkeit des Seins

Selbst in Kreisen der völlig Kunstuninteressierten kennt die Mona Lisa so gut wie jeder und fast ein jeder hat zumindest auch schon einmal den Namen Rembrandt irgendwie mal wahrgenommen. Aber natürlich – beides hat nichts mit einander zu tun. Das eine ist eigentlich die nur eine kleine Ikone eines Visionärs und Universalisten des 15. Jhdt., Rembrandt dagegen ist das große, unerreichte Genie des Barocks, dessen Bilder zwar allseits bekannt, aber eben nie im einzelnen so zur Ikone avancierten, wie eben dieses eine Bildnis einer Unbekannten, mit dem ach so geheimnisvollen Lächeln.

Neben Rembrandts scheinbar malerischer, ja fast impressiver Leichtigkeit und unglaublich farbenreicher Tiefe, wirken Rubens Arbeiten in Teilen schon fast plakativ und die des großen Caravaggios wie aus dem Dunkel ins Licht gemeißelt. Ein von Rembrandt gemaltes Portrait im Original studieren zu können ist eine Offenbarung und durch keine Abbildung in Büchern zu ersetzen. Aber ein Genie zu sein und somit seiner Zeit weit voraus zu eilen, ist kein Garant dafür das Leben selber und somit vor allem den Alltag brauchbar meistern können. Trotz zeitweiligem Ruhm und Reichtum verstarb Rembrandt verarmt und von seiner Zeit vergessen.

Heute reicht schon ein theoretisches Konzept und ein paar schnelle Pinselstreiche um sich als Künstler zu fühlen und auch so zu outen. Damals im 17. Jhdt., gab es diese Vision des Künstlertums so noch nicht. So soll Rembrandt, einer Überlieferung nach, angesichts all des Lobes bei der Vorstellung einer neuen Arbeit geäußert haben, dass das Bild nicht mehr wert sei, als eines Schusters neues Paar Schuhe. Aber auch ein Rembrandt, ganz sicher auch nicht frei von Eitelkeiten, hat hier dann auch mal gerne tiefgestapelt.

Sein wohl größtes Gemälde, DIE NACHTWACHE von 1642, welches bei Fertigstellung nicht sonderlich wohlwollend von den Auftragsgebern aufgenommen wurde, wird nun aufwendig im Rijksmuseum Amsterdam restauriert. Und dies vor den Augen der Besucher! Da ist sicher irgendwann mal wieder ein Amsterdam Besuch fällig.

Bleistift, Farbstift, Aquarell
Wvz. 4275
Format: 700 x 500 mm
Januar 2008

Rembrandt war nicht nur ein Genie der Malerei, sondern auch ein wunderbarer Zeichner und vor allem meisterlicher Radierer – einer Technik, die angesichts der zunehmenden Digitalisierung zunehmend in Vergessenheit gerät. Diese Zeichnung von mir, aus dem Jahre 2008, zeigt Rembrandt nach einem seiner so zahlreichen Selbstportraits. Ich befürchte, dem Meister von Einst, hätte diese Art der Ehrung, nicht gefallen.

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