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Hanns und Rudolf

safe_imageDieses Buch ist schon recht ungewöhnlich! Denn es ist eine zeitgleich verlaufende Doppelbiografie zweier Protagonisten, welche nicht unterschiedlicher sein könnten. Der Eine, ein deutscher Jude (Hanns), der angesichts des aufkommenden Antisemitismus in Deutschland, Ende der 1930er Jahre, samt seiner hoch angesehenen Familie mit wohlbedachten Auswanderungen entgegnete, dann auch teils, in Nacht und Nebelaktion, überstürzt verlassen mussten; der andere (Rudolf), aus ärmlichen, bürgerlichen Verhältnissen stammend, machte Karriere im dritten Reich, in der SS, und stieg zum Lagerkommandanten von Auschwitz auf – eben, Rudolf Höß.

Am Ende dieses Buches, und dies ist das Ende in jeder Hinsicht, treffen beide Protagonisten aufeinander. Mehr oder weniger ungewollt, aber vielleicht vom Schicksal vorherbestimmt. Der Eine wird letztendlich auf blutversifftem Boden und mit größtmöglicher Schuld beladen seinem Henker zu geführt, der Andere, sein unermütlicher Häscher, der Hanns, nie wieder zurückkehren. Schuld und Sühne! Was ein unsäglicher Abgrund, was ein dunkles Kapitel.

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