






Natürlich hat dieses Bild rein gar nichts mit dem gleichnamigen Roman von Ernest Hemingway zu tun. Es ist eher mal wieder eine Till ähnliche Metapher zum Thema Zeit – wohlwissend, dass diese zumindest für uns eben halt endlich ist. Das Bild ist keine Illustration eines Romans, sondern ein visuelles Gleichnis über unsere Beziehung zur Zeit. Es erinnert uns daran, dass wir – wie der TILL – oft selbst Hand an die Uhr legen: durch Prokrastination, durch hektischen Aktionismus, durch das Ignorieren unserer Endlichkeit. Doch anders als dieser Till sind wir nicht außerhalb der Zeit – wir sind ihr unterworfen. Die Uhr, traditionell Symbol für Struktur, Rhythmus und Vergänglichkeit, wird hier nicht nur beschädigt, sondern regelrecht entmachtet. Die Szene wirkt wie ein groteskes Theaterstück, in dem die Zeit nicht mehr Herrin, sondern Opfer ist.
Bleistift, Farbstift, Aquarell
Wvz. 5465
Format: 200 x 200 mm
Januar 2026
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