Es herrscht erneut Unruhe auf dem Olymp.Hades, von unsterblicher Liebe ergriffen, hat Persephone bei ihrem Anblick entführt und in den Tartaros, sein Reich der Toten, verschleppt – nicht ahnend, dass die junge Frau die Tochter seines Bruders Zeus, des allmächtigen Herrschers des Olymps, und dessen Schwester Demeter, der Göttin der Fruchtbarkeit und der Landwirtschaft, ist.…
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Der Inquisitor verkörpert den Versuch, der Ungewissheit des Daseins zu entkommen. Er entsteht aus dem Wunsch, eine widersprüchliche Welt in eindeutige Formen zu zwingen. Wo das Leben offen ist, sucht er nach Halt; wo Freiheit schwindelerregend wird, verlangt er nach Regeln. Seine Urteile sind weniger Ausdruck von Stärke als von Angst: der Angst, dass alles…
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Hier eine erste Annährung (Studie) an das Thema der vier apokalyptischen Reiter mit dem Fokus auf den zweiten der vier Reiter – dem Schwertträger – aus der Johannes Offenbarung, dem letzten Buch des Neuen Testaments. Sie erscheinen dort als vier Gestalten, die auf unterschiedlich gefärbten Pferden reiten und jeweils eine bestimmte zerstörerische Kraft verkörpern. Ihr…
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„Das Labyrinth des Magistrats“ evoziert zunächst die Idee einer Ordnung, die sich selbst in Komplexität verliert. Ein Magistrat steht traditionell für Verwaltung, Urteilskraft, Autorität – also für jene Instanzen, die Klarheit schaffen sollen. Ein Labyrinth hingegen ist das Sinnbild des Unübersichtlichen, des Verschlungenen, des Ortes, an dem Orientierung nicht geschenkt, sondern errungen wird. Die Kombination…
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„Für immer ist nichts ewig“ formuliert die Einsicht, dass die Dauer von Zeit, die Dauer eines Momentes, eines Tages, meist einer subjektiven Wahrnehmung unterliegt, nicht jedoch eine objektive Eigenschaft der Wirklichkeit ist. Der Ausdruck „für immer“ entstammt menschlicher Erfahrung. Er beschreibt emotionale Intensität oder den Wunsch nach Beständigkeit. „Ewig“ hingegen wäre ein Zustand außerhalb von…
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Natürlich hat dieses Bild rein gar nichts mit dem gleichnamigen Roman von Ernest Hemingway zu tun. Es ist eher mal wieder eine Till ähnliche Metapher zum Thema Zeit – wohlwissend, dass diese zumindest für uns eben halt endlich ist. Das Bild ist keine Illustration eines Romans, sondern ein visuelles Gleichnis über unsere Beziehung zur Zeit.…
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Die alttestamentarische Geschichte von Daniel in der Löwengrube ist kein Bericht über ein Wunder, sondern ein seelisches Drama, ein Kammerspiel der inneren Haltung, das sich unter den Augen eines Hofes abspielt, der von Neid, Ehrgeiz und der fiebrigen Angst vor Bedeutungslosigkeit durchdrungen ist. Und mitten in diesem brodelnden Geflecht steht Daniel — ein Mann, der…
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Wieder jene Figur, die man vielleicht schon – nicht nur von mir – bereits zu kennen glaubt. Hier in einer Art des modernen Kronos, der die Endlichkeit, aber auch Unendlichkeit der Zeit verkörpert – und beides auf ewig vermessen muss. Der clowneske Dämon ist zugleich komisch aber auch beängstigend. Er droht, mit einem übergroßen Hammer…
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Rein formal wollte ich eigentlich am Ende ein anderes Ergebnis – aber manchmal kommt es — während der tagelangen Entwicklung einer solchen Zeichnung – dann doch mal anders, weil es sich einem förmlich aufdrängt von der ursprünglichen Idee doch besser abzuweichen. Diese Zeichnung ist fast schon Malerei geworden – nur mit Bleistift und ein wenig…
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Der sogenannte Judaskuss ist eine der bekanntesten Szenen der christlichen Überlieferung und ein Sinnbild für Verrat, welcher weit über den religiösen Kontext hinaus in Sprache, Kunst und Kultur eingegangen ist. Er steht für die paradoxe Verbindung von Nähe und Täuschung – ein Kuss, der nicht Zuneigung, sondern Auslieferung bedeutet. Die Szene spielt sich im Garten…
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Die dritte Aufgabe des Herakles, die Jagd auf die kerynitische Hirschkuh, gehört zu den stilleren, aber symbolisch besonders aufgeladenen Episoden seiner zwölf Taten. Sie führt den Helden nicht in den Kampf gegen ein Ungeheuer, sondern in eine langwierige Verfolgung eines göttlich geweihten Tieres – ein Akt der Geduld, der Beherrschung und des Respekts gegenüber den…
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Aus der Verbindung von Zeus, dem Herrscher des Himmels und des Olymps, und Themis, der Verkörperung göttlicher Gerechtigkeit, entspringen drei junge Frauen, scheinbar apathisch, mit leerem Blick und abseits der bekannten Welt lebend, deren Macht und Willen die Götter selbst nicht brechen und beeinflussen können: die Moiren – im römischen auch bekannt als die drei…
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An dieser Stelle mal keine neue Zeichnung, sondern eine von mir in Photoshop mühsam selbst erstellte Grafik zu den 14 Stationen des verbannten Odysseus – frei nach Homer. Denn gerne hätte ich solch eine Grafik in meinem neuen Buch – Caelum et Infernum – welches Anfang kommenden Jahres erscheinen soll, passend präsentiert. Doch wenn man…
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Herakles, berühmt für seine übermenschliche Kraft und seinen unerschütterlichen Mut brauchte dennoch einmal auf seinen zahlreichen Abenteuern einen klugen Kopf an seiner Seite. Und dieser war sein Neffe Iolaos, Sohn des Iphikles, Herakles’ Halbbruder. Iolaos war nicht nur ein Verwandter – er war Herakles’ engster Vertrauter, sein Wagenlenker, sein Freund. Während Herakles mit reiner Muskelkraft…
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Persephone ist in der griechischen Mythologie die Tochter der Fruchtbarkeitsgöttin Demeter und des Zeus. Sie wurde von Hades, dem Gott der Unterwelt, entführt und gegen ihren Willen hinab in sein Reich gebracht. Demeter suchte verzweifelt nach ihrer Tochter und ließ aus Kummer alles Leben auf der Erde verdorren. Schließlich wurde ein Kompromiss gefunden: Persephone durfte…
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Der Zweikampf zwischen dem griechischem Helden Achilles und dem größten trojanischen Kämpfer und Prinzen Hektor, ist das zentrale Duell in Homers Ilias, Buch 22. Er findet vor den Toren Trojas, vor den Augen aller Trojaner statt, nachdem Hektor den engsten Freund des Achilles, den griechischen Helden Patroklos, getötet hat. Achilles kehrt daraufhin in den Kampf…
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Zeus bestrafte Prometheus, weil dieser den Göttern das Feuer stahl und es den Menschen brachte – ein Akt des Ungehorsams, der die göttliche Ordnung unterlief und den Fortschritt der Menschheit ermöglichte. Zur Strafe ließ Zeus ihn an einen Felsen im Kaukasus schmieden, wo ein gewaltiger Adler – das heilige Tier des Zeus – täglich erschien,…
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Die Philister und die Israeliten stehen sich im Tal von Elah gegenüber. Die Philister haben einen gewaltigen Krieger in ihren Reihen: Goliath von Gat, ein riesiger Mann (angeblich über 2,70 Meter groß), bewaffnet mit einem Speer und Schwert. Tag für Tag verspottet er die Israeliten und fordert sie auf, einen Krieger zu schicken, der ihn…
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