Das Mönle, wie man sie allseits nannte, ist, wie man heute zu Recht annimmt, die eher ungeliebte Tochter von Thomas und Katia Mann .., das vierte Kind von sechs. Nach der exaltierten, sehr selbstbewussten erstgeborenen Erika, der Eri, dem schriftstellerisch hochbegabten Klaus, dem Eissi, und dem in jeder Hinsicht eloquenten Golo, suchte das Mönle irgendwie…
Weiterlesen
Neben dem Philosophen Max Horkheimer, mit dem er ein lebenslang befreundet war, zählt Theodor W. Adorno zu den Hauptvertretern der sogenannten Frankfurter Schule. Diese folgten der Kritischen Theorie und Denkrichtung Hegels, Marx und Freud, einer ideologiekritischen Analyse der bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft, das heißt der Aufdeckung von Herrschafts- und Unterdrückungsmechanismen. Auf Grund seiner zahlreichen öffentlichkeitswirksamen Auftritten in…
Weiterlesen
Er ist einer der vielen deutschsprachigen Literaten und Nobelpreisträger die mir schon unter die Feder oder den Stift gekommen sind. Bölls Umsetzungsversuch allerdings hat mich dann doch fast in den Wahnsinn getrieben. Denn er sollte eigentlich ganz anders werden als wie er sich nun hier im Abschluss präsentiert. Es sollte eine lichtes, eher unter einem…
Weiterlesen
Ein junger Mann, etwas schüchtern wirkend, aber dennoch mit intensivem Blick und streng zurück gekämmten vollen dunklen Haaren, so kennt man Franz Kafka von den wenigen verbliebenen zeitgenössischen Fotografien. Er selber hielt nicht viel von seinem literarischen Talent, erahnte nicht, dass er, in den wenigen Jahren die ihm blieben, nicht nur Weltliteratur, sondern sogar einen…
Weiterlesen
Er galt einst als einer der bedeutendsten russischen Literaten, welcher, meiner Meinung nach, heute ein wenig zu Unrecht im langen Schatten Tolstois und Dostojewskis steht. Auch ich habe mich letztmalig mit ihm vor 32 Jahren beschäftigt (eine lange Zeit) und erst heute mal wieder an ein Neues gewagt. Und als Auszeit von der langen Feder…
Weiterlesen
Er gilt als einer der bedeutendsten Schöpfer deutschsprachiger Literatur und thront seit dem frühen 19. Jhdt. drohend über allen, die nach ihm folgten. Bis heute sind seine Dichtungen Pflicht auf allen weiterführenden Schulen und angehende Germanisten werden sich wohl auch noch in kommenden Generationen mit seiner Kunst beschäftigen. Dabei war Goethe nicht nur Literat (in…
Weiterlesen
Auf Wunsch des Deutschen Aphorismus-Archiv Hattingen e.V., welcher zusammen mit dem Kunstverein Hattingen am 03.11.2019 (17 Uhr, Altes Rathaus Hattingen) die Ausstellung Portrait & Aphorismus eröffnen wird, entstand dieses Portrait des erst kürzlich mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichneten österreichischen Schriftstellers, der nach Meinung der Aphoristiker, selbst auch ein Meister dieses Fachs ist. Zu dieser Ausstellung sind…
Weiterlesen
Er galt schon zu seinen Lebzeiten als wahrer Misanthrop und zeitgenössische Chronisten bespöttelten ihn als einen „verkannten Niemand“. Zeit seines Lebens hielt er sich immer wieder einen Pudel gleicher Art und Rasse, den er immer wieder auf den Namen Atman taufte. Wenn dieser sich dann, auf seinen alltäglichen, zweistündigen Spaziergängen nicht so verhielt wie der…
Weiterlesen
Sein Leben war maßgeblich von Krankheiten bestimmt und die letzten 10 Jahre verbrachte er zum Großteil in geistiger Umnachtung, vereinnahmt und hier und da sogar einem ausgewählten Publikum auf dem Krankenbett vorgeführt, von der allzu geschäftstüchtigen Schwester Elisabeth. Nietzsche erlebte seinen Ruhm als neuer bedeutender Philosoph, den er sich durch seine zahlreichen freien Schriften erworben…
Weiterlesen
Goethe war nur wenig angetan von Hoffmanns Werk und in seiner Nachbetrachtung von 1827 folgerte er: Es ist unmöglich, Märchen dieser Art irgendeiner Kritik zu unterwerfen; […] es sind fieberhafte Träume eines leichtbeweglichen kranken Gehirns. Aber auch andere deutsche Schriftsteller äußerten sich ähnlich ablehnend. In Frankreich dagegen erlangte Hoffmann schon früh nach seinem Tod den…
Weiterlesen
Er war einst einer meiner Lieblingsmaler. Vor allem seine großen, mit groben Pinselstrichen geformten Figurengruppen, meist in dunklen Braun und Grautönen gehaltenen literarischen und mythologischen Themen hatten es mir, nach dem Besuch seiner großen Ausstellung im Folkwang Museum Anfang der 1990er Jahre, ebenso angetan, wie seine düsteren Schachthausszenen.
Posthum verklärt und romantisiert wurde auch das allzu kurzen Leben eines nach Paris eingewanderten jungen Italieners, über den sich im nachhinein ein wahrer Reigen an Legenden ausbreitete. Aber eben allzu oft haben Legenden kaum etwas mit der tatsächlichen, der wirklichen Welt des jeweiligen gemein. Aber am Ende lassen sich Arbeiten im nachhinein, per Legendenbildung, einfach…
Weiterlesen
Die Kunstgeschichte weiß von vielen tragischen Momenten und Biografien von zu spät erkannten Größen zu erzählen. Jene von Camille Claudel, der französischen Bildhauerin, ist sicherlich jene, die an Tragik kaum noch zu überbieten ist. Und dabei ist eigentlich bis heute nicht wirklich klar, wie es überhaupt zu dieser unfassbaren Katastrophe kommen konnte. Denn die überaus…
Weiterlesen
Selbst in Kreisen der völlig Kunstuninteressierten kennt die Mona Lisa so gut wie jeder und fast ein jeder hat zumindest auch schon einmal den Namen Rembrandt irgendwie mal wahrgenommen. Aber natürlich – beides hat nichts mit einander zu tun. Das eine ist eigentlich die nur eine kleine Ikone eines Visionärs und Universalisten des 15. Jhdt.,…
Weiterlesen
Heute werden Ausstellungen gerne mal mit Frauenkunst, ja sogar als Weibsbilder angekündigt. Ich frage mich dann immer, ob man sich als Veranstalter und den Ausstellerinnen sowieso, damit einen Gefallen tut, vorab darauf hinzuweisen, dass die ausgestellten Werke explizit femininer Natur sind – was auch immer das heißen mag. Natürlich habe ich dazu eine Meinung, aber…
Weiterlesen
Sie gilt neben Jean-Paul Sartre (mit dem Sie bis zu seinem Tod im Jahre 1980 verheiratet war) und Albert Camus, die in Frankreich der 1960er Jahre fast wie Popstars gefeiert wurden, als wichtigste weibliche Vertreterin des sogenannten französischen Existentialismus. Ihr Buch „Das andere Geschlecht“ gilt bis heute als Meilenstein der feministischen Literatur. 580 € o.…
Weiterlesen
In einer rein von Männern dominierten Welt der Wissenschaften, des ausgehenden 19. Jhdt., war Marie Curie einer der ganz wenigen Frauen die sich das Recht des Studieren Könnens erkämpfen konnte und gleichsam auch, dank ihres überragenden Intellekts und Genies, Geschichte schrieb. Sie war nicht nur die erste Frau welcher man eine Professor an der Sorbonne…
Weiterlesen
Bertha von Suttner gilt als erste schriftstellerisch aktive Pazifisten und Ideengeberin des Friedensnobelpreises, den sie selbst 1905 erhielt. In ihrem Roman „Die Waffen nieder“ beschreibt sie auf eine uns heute eher befremdlich distinguiert wirkende Art und Weise, die vom Männer – Militarismus bestimmte Alltagswelt der österreichischen Gesellschaft, Mitte des 19. Jhdt., in dem der Soldatentod,…
Weiterlesen
Marc Aurels „Selbstbetrachtungen“ zählen heute zur Weltliteratur und gelten als bedeutender Beitrag zur Philosophie. Selbst Helmut Schmidt hat sie angeblich immer wieder gerne gelesen. Das mag vielleicht verwundern, denn als römischer Kaiser und allmächtiger Feldherr, stand er knapp 20 Jahre an der Spitze einer Weltmacht, dessen Reichtum sich alleine auf militärische Unterwerfung, Ausbeutung und Versklavung…
Weiterlesen
Für mich gehören die folgenden drei Neuen zu der sogenannten zweiten Generation der ganz großen Mimen Hollywoods. Wie natürlich auch der schon bereits gezeichnete Clint Eastwood. Wenn man die Anfangszeit des Kinos, die Zeit des Stummfilms einmal ausnimmt, würde ich z.B. Schauspieler wie James Stewart, Humphrey Bogart, Cary Grant, John Wayne oder Gregory Peck zur…
Weiterlesen
Er ist das ewige Filmgesicht des dekadent-wahnsinnigen Exzentrikers schlecht hin – bekannt aus so zahlreichen Filmen, das man sie an dieser Stelle gar nicht aufführen kann. Zumeist in B-Film Produktionen in der Hauptrolle als irrer Bösewicht unterwegs, gilt er zu recht, neben Christopher Lee, als die markanteste schauspielerische Erscheinung des frühen Horror/Mysthik Genres. >>> 340…
Weiterlesen
Wer sich einmal den Spaß gegönnt hat das autobiographische Buch „So wird man Dali“ des großen spanischen Surrealisten zu lesen, wird zwangsläufig die Deutung und Dimension des Begriffes „Selbstbewusstsein“ neu definiert haben müssen. Alles an Salvador Dali (1904 – 1989), war seiner eigenen Meinung nach, von seinem, von Gott vorbestimmten, Genie beseelt. Somit lässt sich…
Weiterlesen