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3. Juni 2020

The Young and Old

Die Kunstschule NV meines langjährigen Freundes und seiner getreuen Partnerin versorgen mich in der letzten Zeit mit ausreichend altem Papier, zumeist vergessenen Büchern entrissen, die kein Mensch je wieder lesen wird oder jemals zuvor gelesen hat. Zumeist handelt es sich dabei um bereits vergilbtes Vorsatzpapier, also jenes Papier welches den Buchdeckel, am Anfang und Ende,…
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1. Juni 2020

Ponte Vecchio

Die Ponte Vecchio, die Brücke der Händler, ist eines der großen Wahrzeichen der Stadt Florenz und vor allem in Zeiten des Massentourismus ein vermeintliches Muss für jeden Besucher. Würde die beliebt, berühmte Brücke allerdings auch heute noch ihre ursprünglichen Bewohner, Handwerker, seitlich rechts und links, beherbergen, würden wohl alle einen großen Bogen um sie machen.…
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28. Mai 2020

George Bernhard Shaw

Es ist wieder passiert. Der gute George Bernhard Shaw, irischer Schriftsteller, welcher 1925 den Nobelpreis für Literatur erhielt, ist mir erneut, genauer, jetzt zum vierten Male schon, abermals unter die Feder geraten. Hinzu kommen noch eine Lithografie von 2010 und sogar eine Kaltnadelradierung aus den späten 1980er Jahren, von denen ich aber leider derzeit keine…
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25. Mai 2020

Erfurt – Krämerbrücke

Die Krämerbrücke, über die Gera gespannt, ist das Wahrzeichen der Landeshauptstadt Erfurt, des Freistaates Thüringen, und angeblich die längste, durchgehend mit Häusern bebaute Brücke Europas. Ich selber hätte in dieser Frage eher auf die Ponte Vecchio in Florenz gewettet, aber so kann man sich halt täuschen. Bereits im frühen 12. Jahrhundert entstand an genau jener…
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18. Mai 2020

Theodor Storm

Er war eigentlich gelernter Jurist, arbeitete als Rechtsanwalt und zeitweise sogar als Richter. In Erinnerung bleibt der 1817 in Husum geborene Theodor Storm aber vor allem durch seine zahlreichen Novellen und Prosa mit denen er einen bleibenden Beitrag zur literarischen Strömung des deutschen Realismus (auch bürgerlicher oder poetischer Realismus genannt) des 19. Jahrhunderts leistete. Sein…
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14. Mai 2020

Karl Kraus

Karl Kraus, neuntes Kind eines Papier- und Farbenfabrikanten, zählt zu den bedeutendsten österreichischen Schriftstellern des beginnenden 20. Jahrhunderts. Neben seiner Tätigkeit als Publizist, Satiriker, Lyriker, Aphoristiker, Dramatiker und Förderer junger Autoren, war er vor allem auch als Sprach- und Kulturkritiker gleichermaßen geliebt wie gefürchtet. Vor allem die zeitgenössische Presse, die Journaille wie er diese abschätzig…
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13. Mai 2020

Wort und Bild

Ich habe derweil meine Printabteilung in meinem Online Shop ein wenig aufgeräumt und zahlreich Neues dort veröffentlicht. Unter anderem die Kategorie Aphorismus im Bild mit 16 neuen Kunstdrucken in Kombination von Wort und Bild. Lebensweisheiten und Aphorismen, nicht nur großer Geistesgrößen, die menschliche Eigenheiten, gesellschaftliche Schwächen literarisch auf den Punkt bringen und die auch heute…
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6. Mai 2020

Spuren in der Zeit

Abermals eine Landschaftszeichnung: Dieses mal sogar wurden zwei uralte Grundbuchakten Doppelseiten (frühester schriftlicher Eintrag von 1764) miteinander verklebt, sodass eine recht stattliche Größe zu bearbeiten war. Es liegt somit in der Natur der Sache, dass sich nicht nur das Zeichnen selber, sondern vor allem das stufenweise Aquarellieren, das Bearbeiten mit Farbstiften und das abermalige Nacharbeiten…
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29. April 2020

Wenn der Asterix mit dem Obelix

Gut …, nach den endlosen Disney Entenhausener Geschichten rund um Dagobert & Co verschlang man dann anschließend die Comic-Abenteuer des Erzählers René Goscinny und seinem wirklich einmaligen Zeichner Albert Uderzo. Ca. 50 v. Chr. ganz Gallien (das heutige Frankreich) ist von den Römern unter Cäsars Herrschaft besetzt. Ganz Gallien? Nein, nicht ganz! Denn dank eines…
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27. April 2020

Der Tag an dem der Morgen stillstand

Die bereits im 11. Jahrhundert gegründete Fischersiedlung Worpswede erlangte vor allem zu Beginn des 20. Jahrhunderts große kulturelle Bedeutung. So siedelten sich hier Künstler aus ganz Deutschland an, begründeten die bis heute bekannte Worpsweder Künstlerkolonie, von dessen legendärem Erbe man bis heute zu zehren versucht. Zu verdanken hat diesen Ruhm, in Sachen Kunst, Worpswede vor…
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22. April 2020

Licht am anderen Ende

Es ist sicherlich eher ein Zufall, dass man dieses Motiv und Bildtitel als Reflexion auf die seit Montag geltenden, ersten vorsichtigen Lockerungen, in Richtung Normalisierung in Zeiten der Pandemie verstehen könnte. Nein ist es nicht mehr als meine Vorliebe zu den einfachsten Gegensätzlichkeiten, wie hier z.B. von Hell und Dunkel, von Verdichtung und Auflösung, kalten…
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20. April 2020

Ich dreh mich nochmal rum

Was soll man zu diesen Zeiten auch noch groß sagen. Max Raabe bringt es auf den Punkt. Mal einfach nichts machen außer den Tag genießen, soweit möglich …

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16. April 2020

Unweit vor Bruchtal

Nach längerer Zeit mal wieder eine etwas größere Landschaftszeichnung, eine Hommage an das sagenumwobene Bruchtal, welches Tolkien Fans sehr wohl vertraut sein dürfte. Am westlichen Rand des Nebengebirges, im Tal des Bruinenflusses gelegen, ist es die Heimat der Elben, Ort des letzten heimeligen Hauses des Herrn Elrond, der Herr der Imladris. Um Bruchtal zu erreichen…
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14. April 2020

Ich in klein

Da fällt einem ein längst vergessenes Foto wie durch Zufall in die Hände, welches einem schlagartig mal wieder klar macht, dass man auch einmal kleiner war als ein laufender Meter, dem Laufen zwar schon mächtig war, aber ansonsten von der Welt noch nicht allzu viel wusste und vermutlich auch noch nicht wissen wollte. Wie alt…
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13. April 2020

Dagobert Duck

Als Kind habe ich die Geschichten der Entenhausener Familie Duck geradezu geliebt. Nicht die dünnen wöchentlichen Mickey Maus Hefte waren dabei von Interesse, sondern die dicken Taschenbücher, die damals alle vier Monate neu erschienen, die mussten es sein. Ich glaube, ich habe bei der hundertsten Ausgabe mit dem Sammeln, dem Lesen dieser aufgehört und erinnere…
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11. April 2020

Brandenburger Tor

Das Brandenburger Tor ist das Wahrzeichen Berlins und hinsichtlich der wechselvollen deutschen Geschichte, auch ein gewichtiges Nationalsymbol. Als einziges von einst 18 Toren erhalten, Ende des 18. Jahrhunderts im früh klassizistischem Stil erbaut, vollzieht sich hier stilistisch die Hinwendung vom römischen hin zur griechischen Architektur der Antike als Vorbildfunktion und leitet somit auch die Epoche…
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1. April 2020

Tolstoi – Krieg und Frieden

Leo Tolstoi (1828–1910) war ein russischer Schriftsteller und einer der bedeutendsten Autoren der Weltliteratur. Seine Werke, insbesondere die Romane Krieg und Frieden und Anna Karenina, sind als Meisterwerke des realistischen Romans bekannt und prägen die Literatur bis heute. Frühes Leben und Werdegang Geboren auf dem Familiengut Jasnaja Poljana in der Nähe von Tula in eine…
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30. März 2020

Freiheitsstatue

Die monumentale Statue der römischen Göttin Libertas ist eines der großen Wahrzeichen New Yorks, ja im Grunde der gesamten USA. Die 1886 auf Liberty Island eingeweihte neoklassizistische Großskulptur ist ein Geschenk Frankreichs an die damals noch junge amerikanische Demokratie. Die vom französischen Bildhauer Frédéric-Auguste Bartholdi entworfene Freiheitsstatue ist mit ihrer reinen Figur höhe von fast…
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24. März 2020

Der Felsendom

Der Felsendom ist der älteste Sakralbau des Islams und eines seiner Hauptheiligtümer in der Altstadt Jerusalems, jener Stadt, die als Schmelztiegel Dreier großer Religionen gilt und dessen Umgang miteinander, auf Grund ihres jeweiligen Alleinanspruches auf die absolute Wahrheit, bis heute, sich alles andere als einfach gestaltet. Der auf dem Tempelberg im südöstlichen Teil der Altstadt…
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21. März 2020

Der Kreml

Moskau – der Kreml galt zur Zeit des kalten Krieges für die westliche Welt als Hort des Bösen. Denn nicht nur die einstigen Großfürsten Moskaus, sondern auch der Zar und nach der großen Oktoberrevolution auch Stalin selbst residierten und regierten hier in dieser einstigen, mittelalterlichen Burg das riesige russische Reich. Der Name „Kreml“ wird daher…
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15. März 2020

Und ob ich schon wanderte im finstern Tal

Spätestens seit dem Mittelalter ist die Darstellung des Todes, ebenso wie die des göttlichen, die von Dämonen und dem Teufel, ein fester Bestandteil in der bildenden Kunst. Sie folgt hier dem ewigen Verlangen und Streben des Menschen dem nicht greifbaren, dem unerklärlichem, höheren, nicht sichtbaren Wesen zuzuordnen, also Götter und Dämonen zu erschaffen und jenen…
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26. Februar 2020

Mann ohne Eigenschaften

Es ist mal wieder Zeit für Eitelkeiten, denn Selbstportraits – Selbstreflexionen des eigenen Ichs, sind ja im Grunde nichts anderes, aber eben auch eine schöne Spielwiese für Feder und Pinsel. Rembrandt van Rijn ist wohl der erste gewesen, der sein eigenes Antlitz, über Jahrzehnte hinweg, immer wieder im Bild festhielt und somit eine wahre Chronologie…
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17. Februar 2020

Niemandsland

Das sogenannte Niemandsland war ein nur wenige hundert Meter breiter Geländestreifen zwischen zwei, durch jeweils Stacheldraht und Schützengräben gesicherten gegnerischen Frontabschnitten an der Westfront (1914-1918), welche sich von der Nordseeküste bis hin zu den Schweizer Alpen zog. Hinter der vordersten Stellung, weitere Gräben, dann zerborstenes Feld, zerstörte Dörfer und Städte mit Nachschub an Mensch und…
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14. Februar 2020

Lou Andreas-Salomé

„Ich alleine bin wirklich“, so war ihr Leitthema, ein Leben lang. 1861 in St. Petersburg geboren war sie das sechste Kind und nach fünf männlichen Nachkommen nun endlich die lang herbei ersehnte Tochter des Vaters, einem angesehenen General im Adelsstand, welcher Louise von der ersten Stunde an protegierte, ihr alle Freiheiten gestattete und vor allem…
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